WAH WAH
22. & 23. October, Münchener Kammerspiele > Infos Kammerspiele
27. & 28. October, Tafelhalle Nürnberg > Tickets

CONVERSION / After Afghanistan
24., 25. & 26. November, Kampnagel Hamburg > Tickets

Wah-Wah
Choreography: Anna Konjetzky
PREMIERE 22. und 23. Oktober | Kammerspiele München Tickets >
27. und 28. Oktober | Tafelhalle Nürnberg Tickets >

Wah-Wah ist ein Beobachtungsraum, ein Gedankenraum, dessen Offenheit und Transparenz das Potential innewohnt Gemeinschaft entstehen zu lassen in einer euphorischen, ansteckenden, nie endenden Bewegung. Komprimierte Energie lässt an ihren Rändern alles in Bewegung geraten, um es schließlich zu verschlucken, mit sich zu verschmelzen und eine noch höhere Dichte zu erzeugen – Schicht um Schicht, Loop um Loop wird aufgetragen.

Anna Konjetzky >



CONVERSION / Nach Afghanistan
costa compagnie
30.09 & 01.10 | Frances Daly Fergusson Dance Theater Vassar College, New York
05.10 | Goethe Institut New York City

„Everyday we leave the house, we are aware that we may die.“

Im Dezember 2014 endete der ISAF-Einsatz in Afghanistan. Kurz davor reisten drei Künstler der costa compagnie an den Hindukusch, um mit den Menschen vor Ort über den Abzug des Großteils der Truppen zu sprechen. Drei Wochen sammelten sie Wort, Ton und Bild und fragten sowohl Afghaninnen und Afghanen, Journalistinnen, Wissenschaftler und Diplomaten, als auch Bundeswehr- und US-SoldatInnen nach ihren Erfahrungen anhand der komplexen Situation. In Kabul und Mazar-e-Sharif; in Wohnungen, Büros, Rosengärten und NATO-Stützpunkten erfuhren sie vom Willen das Land wieder aufzubauen. Hörten von Sicherheit und Willkür, Freiheitsrechten und Chaos, Gastfreundschaft und Taliban.

Die Performance CONVERSION übersetzt die Vielstimmigkeit und Widersprüchlichkeit dieses Materials in eine Aufführung zwischen Tanz, Recherchetheater, Soundscape und Multimedia-Installation. Die costa compagnie erschließt auf diese Weise neue Formen des dokumentarischen und choreographischen Arbeitens und fokussiert dabei folgende Fragen:

Wie hat der Einsatz die Situation im Land beeinflusst? Welche Spuren hinterlässt er im Land, seinen Menschen und den rückkehrenden SoldatInnen? Und mit welcher interdisziplinären Form können wir einer globalen Wirklichkeit in ihrer Komplexität begegnen?

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physical matters / TABLEAU
Choreography: Jascha Viehstädt

physical matters stellt die Frage, was ein fiktionaler Körper auf der Bühne bedeuten kann. Die Skizze experimentiert mit Vorhandensein und Nicht-Vorhandensein - real und virtuell - genauso wie mit Bewegungsmustern und Qualitäten die dem Körper (scheinbar) eine neue Realität geben.


AZAMINO TOKIO
Choreography: Chikako Kaido
Weltkunstzimmer Düsseldorf, Fabrik Heeder

„In der U-Bahn-Station Azamino in Tokio sah ich im Sommer 2014 einen Mann, der sich langsam auf allen Vieren quer durch die Station bewegte. Er war definitiv kein Tänzer, in Japan gibt es keine Aufführungen im öffentlichen Raum. Was ich sah war also keine Performance. Dennoch veränderte dieser Mann den Raum. Die Menschen sahen ihn, aber sie ignorierten ihn. Einige verachteten ihn vielleicht dafür, dass er sie auf ihrem Weg zur Arbeit aufhielt. Ich fragte mich, wohin er auf dem Weg war, was seine Geschichte war.“ Inspiriert von diesem Erlebnis in der Tokioer U-Bahn erforscht Chikako Kaido mit ihrer Theaterperformance „Azamino, Tokio“ den Einfluss der Umgebung auf das Verhalten und die Körper der Stadtbewohner. Sie spielt dabei mit dem Kontrast zwischen Ordnung und Chaos, Nähe und Distanz, Stillstand und Bewegung sowie Anpassung und Widerstand im Kontext der allumfassenden Konformität.


CONVERSION / Eine deutsch-amerikanische Chogeographie
costa compagnie

»I miss that place so much!«

Im Sommer 2013 verließen die US-Soldaten Heidelberg. Zur gleichen Zeit begann die Recherche der costa compagnie aus Hamburg und des Theaters und Orchesters Heidelberg in der Region. Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern wurden geführt und Erlebnisse und Gedanken aus fast 70 Jahren gemeinsamer Geschichte zusammen getragen. Im Januar 2014 reisten daraufhin vier der KünstlerInnen selbst in die USA. Auf ihrer Fahrt durch das Land sprachen sie mit zahlreichen ehemals in Heidelberg stationierten Soldaten und ihren Familien über deren Erinnerungen zwischen 1945 und 2013.

Das gesammelte Material diente darauf als Grundlage der Tanz-Performance CONVERSION_1. Aufführungsort war die Turnhalle auf dem Gelände des verlassenen US-Hospitals. Tanz, Text, Video und Ton verschmolzen hier zu einer sinnlich-essayistischen Dokumentation.

Welche Spuren hinterliess die US-Armee in Heidelberg und den teilhabenden Personen? Wie beeinflusste Mensch den Raum und Raum den Menschen? Wo trifft Weltpolitik auf lokale Geschichten?

Vielleicht ist alle Erinnerung räumlich. Zukunft könnte es auch sein.

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Home Hazard
Choreography: Chikako Kaido
Pumpenhaus Münster, Fabrik Heeder

Die japanische Gesellschaft zerfällt. In die Geschockten und die Ignoranten. Die einen sehen die Katastrophe von Fukushima als Zäsur. Die anderen machen strahlend weiter als wär nichts geschehen. Die in Deutschland lebende Choreographin Chikaka Kaido hat 2011 ihre Eltern in Japan besucht. Und die gespenstische Gleichzeitigkeit von Realität und Verdrängung live miterlebt. Auf dem einen Kanal Bilder des havarierten Reaktors. Auf dem anderen tanzten püppchenhafte Teenies im Schulmädchendress. In den Augen der erschütterten Künstlerin „zwangschoreografierte Hingabe an ein inhaltsleeres, aber ökonomisch höchst erfolgreiches Showformat. Ich musste weinen“. In der Produktion „HomeHazard“ spürt Kaido nun den schizophrenen Tendenzen ihres Herkunftslandes nach. Mit dabei Tänzer wie Jascha Viehstädt oder Antonio Stella (aus den Arbeiten von Samir Akika bekannt!), mit denen sie bereits am großartigen Rechercheprojekt „Fukushima, my Love“ der costa compagnie zusammengearbeitet hat. Das Nachbeben hält an.



N
Choreography: Jascha Viehstädt

Keine Worte. Eine lange und laute Nacht. Bilder von nackten und zerfließenden Körpern auf glänzenden Oberflächen. Uns stellt sich die Frage, wie es sich innerhalb eines hypersexualisierten Erwachsenseins nackt sein lässt. Oder ob die Kleidung des modernen Menschen seine eigentliche Freiheit ist. Entlang der besonders im Comic verwurzelten Koexistenz von erwachsener Fremdartigkeit und rauer Einfachheit spannt sich ein Tanzstück. Es bedient sich collagenartig der emotionalen Wirkungsweisen von Comics, Musik und Tanz und will sich durch erschöpfende Proben und viel Schweiß das Recht erwirken, schamlos sein zu dürfen.



HOCH HINAUS
costa compagnie, Cuxhavener Kunstverein

Eine Sequenz von Performances der Künstlergruppe costa compagnie und Solo-Arbeiten der Beteiligten zur Raketenforschung Cuxhavens, Beiruts, Cape Canaverals.

WIR SCHIESSEN OBJEKTE INS ALL!
BRINGEN SIE GELIEBTE GEGENSTÄNDE (max. Gewicht 850 Gramm)!
HERZLICHE GRÜSSE AN ALLE!

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I_I Spatiotemporal
Balz Isler, Signe Koefoed, Louis Mejía, Jascha Viehstädt
Kampnagel Hamburg

Die vier Tanz- und Medienkünstler aus Hamburg und Berlin beschäftigen sich in ihrer ersten gemeinsamen Bühnenarbeit mit der komplexen Begrifflichkeit von Raum und Zeit und übersetzen sie in gesellschaftliche Phänomene wie Furch, Freiheit und Bedrängung. Sie betrachten die Ästhetik des Horrors und zeigen eine Situation medialer Bedrängnis.



newwarofhumankind
Choreography: Jascha Viehstädt
Uferstudios Berlin, BAT Berlin, Tanzwoche Dresden

Der performative Entwurf beschäftigt sich mit klaustrophobischen Zuständen moderner Lebenskultur. In der Bedrängung durch unsere Städte, im Lärm unserer wahnsinnigen Bewegung, erzählen wir das Märchen über den neuen, alten Krieg der Menschheit: Fleisch gegen Stein.



Jihi
or
Nemuri (Schlaf)

Choreography: Chikako Kaido
Weltkunstzimmer Düsseldorf, Asphaltfestival, 100° Berlin


Fukushima, my love

1,5 Jahre nach der Dreifach-Katastrophe reiste ein Mitglied der costa compagnie im Oktober 2012 auf Spurensuche durch Japan. Zurück kehrte es mit einem Rucksack voller Interviews, Sounds und Videobildern.

In ihrer Produktion überprüft die Compagnie, ob sich anhand der Recherche-Reise und einer Tanzperformance in Hamburg die zeitliche, räumliche und kulturelle Distanz zu den Ereignissen der Katastrophe verringern lässt.

Drei TänzerInnen, zwei PerformerInnen, eine Musikerin und ein Videokünstler nähern sich anhand der 35 vor Ort geführten Interviews und über eine Vielzahl japanischer Mythen, Musiken und Videos dem Unbegreiflichen in einer fremden und entfernten Kultur. Es entsteht eine sinnlich-essayistische Arbeit zwischen Tanz, situativer Installation und Theater, welche die Frage fokussiert: Was ist der Mensch in der Katastrophe?

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